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  Skandal um Electronic Arts

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AutorNachricht
Ginko



Anzahl der Beiträge : 30
Anmeldedatum : 31.10.11

BeitragThema: Skandal um Electronic Arts    Mo Okt 31, 2011 1:36 pm

Kriegssimulationen sind jedes Jahr in der Bestsellerliste: So wurde allein Activisions "Call of Duty - Black Ops" 25 Millionen mal im letzten Jahr verkauft. Am 27.10.2011 war nun auch das Release vom lang erwarteten Ego-Shooter Battlefield 3. Angepriesen wurde von EA eine Revolution der Gefechtssimulationen. Nun muss man aber, um das Game auf dem PC zu spielen, die neueste Version von Origin installieren.



Warum das Datenschutzbeauftragte auf den Schirm ruft, erläutern wir einmal etwas genauer. EA räumt zwar ein, mit der Installation von Origin den Computer des Benutzers zu überwachen und diese Informationen zu verwerten, benennt aber keine genauen "Anwendungsbereiche" der gespeicherten Daten.

Hier einmal die wichtigsten Punkte des Lizenzvertrags :

Per Installation der Origin-Software stimmt der Nutzer zu, dass die Anwendung "automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne dich separat darüber zu benachrichtigen". Außerdem sehen die Bedingungen vor, dass EA per Software Informationen über "Computer, Hardware, Medien, Software" die "Nutzung der Anwendung" verwenden kann, um "Lizenzrechte zu prüfen und die Anwendung zu aktualisieren".

EA erlaubt sich und "seinen Partnern" - wer das ist, wird nicht ausgeführt - das "Sammeln, Nutzen, Speichern und Übertragen von technischen und verwandten Informationen" von den überwachten Computern. Konkret sind das unter anderem: IP-Adressen, Nutzungsdaten, Software-Ausstattung, Software-Nutzung und vorhandene Hardware-Peripherie. Die Informationen darf EA laut Nutzungsbedingungen auch zu "Marketingzwecken" nutzen.

Was genau bedeutet das aber für uns?

Wer Battlefield 3 auf seinem Computer spielen möchte, der muss eine Überwachungssoftware installieren! Im Klartext heißt das, wer das Spiel genießen möchte, muss dafür seine "personenbezogenen" Daten hergeben, mit denen EA und (die nicht benannten) Partner machen können, was sie wollen. Nunja, EA rät: Wer das nicht will, soll die Software nicht installieren und nutzen. Juristen sagen allerdings, dass dies ein Verstoß gegen deutsches Recht sei.

Thomas Schwenke (Anwalt) kam nach einer umfassenden Analyse für das Magazin "Gamestar" zum Fazit:

"Die Nutzungsbedingungen und der Endbenutzer-Lizenzvertrag von Origin sowie die Datenschutz-Richtlinien von Electronic Arts enthalten umfangreiche Verstöße gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. EA nimmt sich über die Nutzungsbedingungen das Recht heraus, einen umfangreichen Kopierschutz einzuführen, der in seiner Wirkung einer Spyware gleich kommt."

Thomas Hoeren, Richter und Professor für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht in Münster, sieht das genauso: "Diese Nutzungsbedingungen sind null und nichtig. Das ist eine Unverschämtheit." Er war verblüfft über den Versuch, per Lizenzvertrag das deutsche Recht außer Kraft zu setzen : "Ein Unternehmen kann nicht per Vertrag mit den Kunden Gesetze aushebeln, die in dem Staat gelten, in denen die Kunden leben."



Dazu will EA aber leider KEIN Statement abgeben. Allerdings wird sich die Firma bald mit den Details auseinandersetzen müssen, denn der Landesbeauftragte für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich momentan mit dem Fall. Kommende Woche wollen Datenschützer einen umfassenden Fragenkatalog dazu vorlegen, in dem es darum geht, welche Informationen wo und vorallem zu welchem Zweck verarbeitet werden. Die Sprecherin sagte dazu folgendes: "Diese Informationen sind selbst für uns als Spezialisten nicht aus den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung des Anbieters zu entnehmen."



Welche Daten der "ausspionierten" Kunden nun wo gespeichert werden, ist unklar. In den Datenschutzrichtlinien erklärt EA, es sei ein weltweites Unternehmen. Ein Großteil der Systeme befindet sich in den USA, aber unter Umständen nutzt man auch die Informationen aus Asien und/oder Europa.

Was allerdings können wir dagegen tun?

Thomas Hoeren gibt zu: "Für Kunden sind die Sanktionsmöglichkeiten nicht groß." Er rät dazu, die Verbraucherzentrale auf die Nutzungsbedingungen hinzuweisen, diese mahnen Unternehmen wegen eklatanter Verstöße ab. In diversen Foren wird diese "Zwangskontrolle" ebenfalls kritisiert. Ein Kommentar: "Seltsam, dass die Spielefirmen soviel in ein Spiel investieren, um es an den/die Mann/Frau zu bringen, dann allerdings den Zugang durch abschreckende Software wie Origin regulieren."



Viele Nutzer beklagen sich aber auch über die PC-Version des Fußballspiels "Fifa 12", denn auch hierfür wird eine aktuelle Version des Programms "Origin" benötigt.

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